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THW Neu-Ulm hilft auf Haiti

18. August 2010

Der  Neu-Ulmer THW-Zugführer Walter Backeler kehrt heute von einem vierwöchigen Auslandseinsatz aus Haiti zurück.
Im Auftrag der Europäischen Kommission unterstützt das THW den haitianischen Zivilschutz bei der Verbesserung der Infrastruktur in den vielen Lagern. Walter Backeler ist einer der THW-Spezialisten mit einer speziellen Ausbildung zur Errichtung und Betrieb von Notunterkünften. Unter seiner Anleitung konnten in einigen Lagern die sanitären Verhältnisse verbessert werden.


Über sechs Monate nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,2  am 12. Januar 2010 leben immer noch mehr als eine Million Menschen in den zahlreichen provisorischen Lagern, die unmittelbar nach der Katastrophe errichtet wurden.
Die von Juni bis September dauernde Hurrikan- und Regenzeit stellt für die Bewohner der Lager eine zusätzliche erhebliche Beeinträchtigung der ohnehin schon schwierigen Lebensumstände dar.

Seit Anfang Mai führt das THW in Haiti ein von der Europäischen Kommission finanziertes Projekt durch, um zusammen mit dem haitianischen Zivilschutz DPC (Département Protection Civile) die Infrastruktur in den Notunterkünften zu verbessern.
Die Schwerpunkte liegen hierbei in der Entwässerung der Lager durch den Bau von Drainagegräben, der Aufbereitung von Regenwasser, der Müllentsorgung und der Verbesserung der sanitären Anlagen. Neben sauberem Trinkwasser ist die Hygiene in den Lagern der Ansatzpunkt, um Krankheiten oder gar Seuchen zu verhindern.

Mitarbeiter des haitianischen Zivilschutzes DPC wurden zunächst vom THW geschult. Anschließend wurden kleine mobile Teams gebildet, die aus mehreren DPC-Mitarbeitern, Übersetzern und einem THW-Spezialisten bestehen. Jedem dieser Teams werden dann Lager zugewiesen, in denen die DCP-Mitarbeiter ihr neu erworbenes Wissen umsetzen sollen. In die Arbeiten  werden auch die  Bewohner der Lager mit einbezogen. So erlernen diese nicht nur die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen,´sondern erhalten auch einen Lohn, der sich am Cash-for-Work Programm der Vereinten Nationen (UN) orientiert.

Um dieses auf sechs Monate angelegte Projekt umsetzen zu können, werden vom THW eine größere Anzahl von Spezialisten eingesetzt, die für jeweils ungefähr vier Wochen auf Haiti zum Einsatz kommen.

Einer dieser Fachleute ist Walter Backeler, der beim THW-Ortsverband Neu-Ulm die Funktion des Zugführers ausübt. Für diesen THW-Einsatz musste Backeler einen speziellen Einweisungslehrgang für THW-Auslandseinsätze im THW-Schulungszentrum Neuhausen absolvieren, der die Einsatzkräfte auf die möglichen Problematiken im Ausland vorbereiten soll. Hierzu gehören zum Beispiel Themen wie Schikanen bei Einreise und Zoll, der Umgang mit korrupten Behörden, das Verhalten bei Überfällen oder der Umgang mit verzweifelten und teilweise auch aggressiven Menschen.

Umfangreiche medizinische Untersuchungen und zusätzliche Impfungen (darunter auch Gelbfieber, Tollwut, Cholera) schließen sich an. Einen großen Stellenwert hat auch das Briefing vor dem Abflug, bei dem die Erfahrungen der zuvor eingesetzten THW-Kräfte einfließen, um so die Kontinuität vor Ort zu gewährleisten.

Besonders wichtig ist aber auch die Bereitschaft der Familie und des Arbeitgebers, den humanitären Einsatz mitzutragen.

Walter Backeler hat sich mehrmals per e-mail aus Haiti gemeldet. Diese Momentaufnahmen vermitteln auch die Hochs und Tiefs, die ein solcher Einsatz auch emotionell mit sich bringt.

Zeitungsbericht Neu-Ulmer Zeitung

Zeitungsbericht Südwest Presse

Zeitungsbericht Südwest Presse

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THW Neu-Ulm in Kinderhand

16. August 2010

Der Fuhrpark, die Gebäude und das gesamte Areal des THW Neu-Ulm waren für vier Stunden fest in der Hand von 44 Kindern, die an der Stadtranderholung in Neu-Ulm teilnehmen.

Ein Fußmarsch vom Muthenhölzle Sportgelände zur Unterkunft nach Schwaighofen stand am Beginn einer Besichtigung  des THW Neu-Ulm.

Die recht große Gruppe von 44 Kindern im Alter von 8-12 Jahren wurde aufgeteilt. Während die erste Gruppe an einer Führung durch die THW-Liegenschaft inklusive der rund 20 Fahrzeuge, Anhänger und  Boote teilnahm, begann die zweite Gruppe mit einem Aufgabenparcours.

Unter der Anleitung von vier THW-Helfern hatten die Kinder insgesamt vier Stationen zu absolvieren. Neben der Holzbearbeitung mit Sägen und Nageln konnten die Teilnehmer auch  schwere Technik spielerisch erproben. Mit einem Hydraulikheber wurde ein mobiler Wassertank  mit zwei Hydraulikstempeln angehoben, wobei hier manuell gepumpt werden musste.

Fingerspitzengefühl und Teamgeist waren bei einem kleinen Hindernisparcours gefragt. Mit Hilfe zweier 40-Tonnen Hebekissen, die pneumatisch gesteuert werden, wurde eine Holzpalette einseitig in Schieflage gebracht, damit ein mit Wasser gefüllter und auf der Palette fixierter Eimer in Schräglage kam. Das dadurch auslaufende Wasser musste möglichst vollständig in einem weiteren Eimer aufgefangen werden. Anschließend wurde dieser Eimer auf eine Verletztentrage gestellt und dann von vier Kindern – möglichst ohne Wasserverlust - durch die Hindernisbahn transportiert.

Komplettiert wurde der Parcours durch eine Station, an der mit Seilen einige kniffelige Knoten und Bunde erlernt werden sollten.

Nach getaner Arbeit erfolgte die verdiente Stärkung durch Grillwürstchen. Viele Fragen wurden von den insgesamt sechs THW-Mitarbeitern beantwortet.

Zum Abschluss wurden die jungen Besucher und deren Betreuer mit dem großen THW-Gerätekraftwagen und den zwei Jugendfahrzeugen der THW-Jugend zum Sportgelände Muthenhölzle zurückgefahren.

Bei einigen der Kinder war die Begeisterung so groß, dass sie nach den Ferien an eine Mitgliedschaft in einer der beiden Neu-Ulmer THW Jugendgruppen denken, die sich im zweiwöchigen Rhythmus an Freitagen ab 18.00 Uhr treffen.

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THW unterstützt Galileo "Fake Check"

11. Juli 2010

Können Autos unter Wasser fahren ?

Im Internet kursiert ein kurzes privates Video, in dem ein  normales Geländefahrzeug scheinbar unter Wasser fährt. Das Fahrzeug verschwindet hierbei fast vollständig im Wasser. Einzig ein Luftansaugrohr und der Auspuff ragen aus der Wasseroberfläche hervor.

Das populäre Wissenschaftsmagazin „Galileo“ des Fernsehsenders Pro 7 greift dieses Thema auf und prüft im Rahmen des so genannten „Fake Checks“, ob das Fahren eines so  modifizierten Fahrzeuges unter Wasser tatsächlich möglich ist.

Hierzu unterstütze eine vierköpfige Tauchergruppe des THW Neu-Ulm  die Dreharbeiten des Galieo-Teams am vergangenem Wochenende an einem privaten Baggersee im Landkreis Dillingen.
Die auf zwei Tage angelegte Aktion wurde in Zusammenarbeit mit den THW-Ortsverbänden Günzburg und Donauwörth durchgeführt. Zunächst musste das Fahrzeug entsprechend vorbereitet werden, um den an erster Stelle stehenden Gewässerschutz zu gewährleisten. Hierzu wird zum Beispiel das normale Motorenöl gegen ein unbedenkliches Speiseöl ausgetauscht.  Zu den weiteren Aufgabenstellungen der THW-Kräfte gehörte die Vorbereitung der Fahrstrecke unter Wasser. Hierbei richteten die THW-Taucher ihr Augenmerk in erster Linie  auf eventuelle Hindernisse auf dem Grund des Sees.  Eine zweite Aufgabe für das THW-Unterwasserteam bestand darin, die Fahrt  mit einer speziellen Unterwasserkamera zu dokumentieren. Gleichzeitig sicherten sie den Fahrer des Fahrzeuges – einen ausgebildeten Stuntman – für den Notfall ab.  Außerdem sollte das THW-Team im Falle eines Scheiterns das Fahrzeug aus dem See bergen.

Das Bergen von Fahrzeugen aller Art – vom Mofa über PKWs bis hin zu Baumaschinen – aus Flüssen und Seen ist eine der Kernkomptenzen der THW-Taucher. Das THW verfügt hier über eine spezielle Geräteausstattung. Zum Einsatz kommen häufig mit Pressluft befüllte Hebekissen, um das zu bergende Fahrzeug in eine schwimmende Position zu bringen. Mit Hilfe einer Seilwinde eines Gerätekraftwagens kann das Fahrzeug dann relativ einfach – und schonend für die Unterwasser-vegetation – in den Uferbereich gezogen werden. Mit Hilfe von Ladekränen der THW-LKWs wird das Objekt an Land gehoben.  Während der Bergeaktion wird eine geschlossene schwimmende Ölsperre um den Einsatzbereich gelegt, um eventuell auslaufende Kraftstoffe oder Öle sicher auffangen zu können. Bei solchen Bergungen ist eine enge Abstimmung zwischen Tauchern, der Bootsbesatzungen und den Einsatzkräften an Land erforderlich. Hierfür setzt das THW spezielle Vollgesichtsmasken mit einem Funksystem auf Ultraschallbasis ein.

Ob der umgebaute Geländewagen tatsächlich die festgelegte Strecke auf dem Grund des Sees befahren konnte oder ob die THW-Bergungskräfte benötigt wurden, wird jetzt an dieser Stelle noch nicht verraten. Das Geheimnis wird erst in einer „Galileo“-Sendung (Pro 7) gelüftet.

Hier finden Sie die Auflösung: http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/clip/27537-fake-check-jeep-unter-wasser-1.1881289/

 

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Gefährlichen Baum aus der Donau geborgen

23. Juni 2010

Auf Anforderung der Feuerwehr Neu-Ulm beseitigte am Mittwoch Abend ein zehnköpfiges THW-Einsatzteam einen großen Baum, der sich an einem Pfeilern der Eisenbahnbrücke verfangen hatte.

Das Donauhochwasser der letzten Tage schwemmte einen etwa 15 m langen Baumstamm  an den äußeren Pfeiler der Eisenbahnbrücke auf Neu-Ulmer Seite. Dieser Stamm gefährdete  Wassersportler auf der Donau, die von der Strömung leicht unter das Hindernis gedrückt werden können. Große treibende Stämme stellen zudem auch ein Risiko  für die Ausflugsschiffe auf der Donau dar.

Die Feuerwehr Neu-Ulm alarmierte am frühen Abend nach vorheriger Kontaktaufnahme mit dem Wasserwirtschaftsamt und der Deutschen Bahn das THW Neu-Ulm, um diesen Gefahrenpunkt unverzüglich zu beseitigen zu lassen.

Aufgrund der starken Strömung und des hohen Gewichtes des Baumes schied eine Bergung mit Hilfe der 5 bzw. 10-Tonnen-Seilwinde des THW-Gerätekraftwagens aus. Um das Risiko für die THW-Kräfte zu minimieren, wurde die schrittweise Zerlegung des Stammes als die bessere aber auch zeitaufwändigere Einsatzoption gewählt.

Die stark schwankende Wassertiefe an der Einsatzstelle und die - bedingt durch die Düsenwirkung zwischen dem Pfeiler und dem Ufer - verstärkte Strömung sind für Einsatzboote problematisch. Jederzeit könnten die empfindlichen Schrauben der Außenbordmotoren beschädigt werden. Das Zerkleinern des Stammes von einem parallel fahrenden Boot wurde deshalb verworfen.

Die sicherste Variante stellte daher das Abseilen der Einsatzkräfte von der Eisenbahnbrücke dar.  Zwei besonders erfahrene und hierfür ausgebildete THW-Spezialisten übernahmen diesen Einsatzpart. Ein Schlauchboot des THW sicherte hierbei stromaufwärts  die Einsatzstelle und die beiden Männer ab.

Mit Hilfe einer Motorsäge wurden zunächst größere Äste des ausladenden Baumes abgetrennt, bevor der Hauptstamm selbst zerkleinert wurde. Die Baumteile trieben jeweils ab und wurden dann im sicheren tiefen Wasser von einem großen THW-Arbeitsboot
aufgefangen und gesichert.

Eingesetzte Fahrzeuge:

 

Zeitungsbericht Neu-Ulmer Zeitung

Zeitungsbericht Südwest Presse

 

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Einsatzübung BRK Weißenhorn

19. Juni 2010

Am Samstag den 19.06.2010 nahm das Technische Hilfswerk anlässlich des 75 jährigen Bestehens des BRK Weißenhorns an dessen Einsatzübung teil.  Simuliert wurde ein Unfall an dem ein Schulbus sowie zwei PKWs beteiligt waren.

Die Aufgaben des THW Neu-Ulm waren zunächst, gemeinsam mit der Feuerwehr Weißenhorn, die Absicherung der Unfallstelle sowie die Rettung der Schwerverletzten aus den verunglückten PKWs. Ein PKW wurde dabei durch die Feuerwehr und ein Fahrzeug durch das THW bearbeitet. Die Bergung des Schwerverletzten stellte sich als schwierig heraus da Erschütterung vermieden werden sollten.

Nachdem die Aufgaben erfolgreich abgeschlossen waren, wurde die Helfer des THW zur Unterstützung  des Rot Kreuzes gerufen. Aufgabe war die Verletzten, die bereits im Bus durch das BRK erstuntersucht wurden, zur Verletztensammelstelle zu bringen. Die rund 80 Verletzen wurden dort durch das BRK weiterversorgt und abtransportiert.

Weiter Aufgaben, die das THW Neu-Ulm zu lösen hatten, war die Bergung eines festgefahren RTWs der mit zwei Schwerverletzen so schnell wie möglich befreit werden sollte. Diese Aufgabe wurde trotz des stark aufgeweichten Bodens erfolgreich abgeschlossen. Weiter ging es mit der Bergung eines Verletzten mit Schädel-Hirn Trauma, der durch die Hundestaffel gefunden wurde.

Im Einsatz war der GKW 1 des Ortsverbandes Neu-Ulm mit 9 Helfern.

Trotz des durchgehenden Regens war die Einsatzübung ein voller Erfolg.

 

Zeitungsbericht Südwest Presse

 

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