Das THW Neu-Ulm in Stichworten
- Der THW-Ortsverband gehört zum Geschäftsführerbereich Kempten.
- Der 1. Technische Zug verfügt über einen Zugtrupp, zwei Bergungsgruppen und eine Fachgruppe Wassergefahren.
- Rund 55 Helfer leisten ihren ehrenamtlichen Dienst im Technischen Zug, in der Ortsverbandsführung und als Reservehelfer.
- Rund zwanzig Jugendliche beteiligen sich aktiv in den beiden nach Altersstufen getrennten Jugendgruppen.
- 12 Helfer sind Mitglieder in der Bergungstauchgruppe und üben diese Tätigkeit in Zweitfunktion aus.
- Der THW-Ortsverband Neu-Ulm ist mit rund 40 Funkalarmempfängernzur stillen Alarmierung ausgerüstet.
Was leistet das THW Neu-Ulm konkret?
Im Rahmen des computergestützten Alarmierungssystems BASIS des Freistaates Bayern ist der THW-Ortsverband Neu-Ulm fest in die Erstalarmierung bei Ereignissen der Alarmstufe 6 integriert. Hierzu zählen z.B. Explosionsunglücke, Massenkarambolagen, Zugunglücke oder Flugzeugabstürze.
Darüberhinaus wird das THW Neu-Ulm auch unverzüglich bei Großbränden in Krankenhäusern und Seniorenheimen alarmiert. Fast alle Helfer des Technischen Zuges sind als Atemschutzgeräteträger von der Feuerwehr ausgebildet und können bei der Evakuierung und Rettung wertvolle Hilfe leisten.
Da der THW-Ortsverband Neu-Ulm über eine umfangreiche Bootsausstattung und eine 12köpfige Tauchergruppe verfügt, erfolgt im Rahmen der Erstalarmierung auch die Anforderung des THW Neu-Ulm bei Einsätzen am, im und unter Wasser. Hierzu gehören die Bergung von Fahrzeugen aller Art aus Gewässern oder die Vermißtensuche in Zusammenarbeit mit Wasserwacht, DLRG und Feuerwehr.
Bei allen anderen Unglücken kann das THW Neu-Ulm im Rahmen der Amtshilfe angefordert werden. Feuerwehr, BRK, Wasserwacht und Polizei können ebenso wie die Kommunen und das Landratsamt das THW Neu-Ulm anfordern.
Im Rahmen der BASIS Alarmierung oder im Rahmen der Amtshilfe war das THW Neu-Ulm
u.a. an folgenden Einsätzen beteiligt:
- Absturz eines Doppeldeckers in Schwaighofen im Dezember 1995
- Zugunglück am 1 .Mai 1996 am Bahnübergang in Nersingen
- Austritt von Ammoniakgas in Neu-Ulm aus der Eislaufanlage 1996
- Massenunfälle auf der A7 im November 1996
- Busunglück auf der A7 im Juni 1997
- Vermißtensuchen in der Donau und Baggerseen der Region
- Großflächige Ausleuchtung von Einsatzstellen nach Verkehrsunfällen mit der Lichtgiraffe
- Abstützarbeiten in einem Mehrfamilienhaus
- Unterstützung der Feuerwehr bei Bränden in einem landwirtschaftichen Anwesen und in einer Lagerhalle.
- Bergung von Fahrzeugen (Pkw, Motorräder, Fahrräder, Radlader) und Gegenständen ( Automaten, Tresore) aus Donau, Iller und Baggerseen
- Großbrand Landratsamt Neu-Ulm 1998
Zu Ostern, Pfingsten und während verkehrsreichen Wochenenden im Sommer führt der THW-Ortsverband Neu-Ulm in Absprache mit der Polizei sogenannte THV-Dienste (Technische Hilfeleistung auf Verkehrswegen) auf den Autobahnen der Region durch. Bei den THV-Diensten befinden sich die THW-Kräfte direkt auf den Autobahnen, um bei Unfällen, Staus oder Pannen schnell eingreifen zu können.
Natürlich engagiert sich das THW Neu-Ulm auch bei regionalen Veranstaltungen wie z.B. Faschingsumzügen, Kinderfesten, Ferienprogrammen für Kinder, Ausflügen und Feiern von Vereinen und Institutionen, dem Fischerstechen, dem Nabada und bei Sportveranstaltungen aller Art.

Technische Hilfeleistung auf Verkehrswegen
Gemeinsame Ausbildungen und Übungen mit Feuerwehr, Wasserwacht und BRK tragen zur weiteren Integration des THW Neu-Ulm bei.
Das THW kann auch für Technische Hilfeleistungen aller Art angefordert werden, falls kein gewerbliches Unternehmen zur Übernahme der Tätigkeit bereit ist. Hierzu gehören z.B. schwierige Baumfällaktionen, Sprengungen von z.B. Kaminen, Fundamenten oder Gebäuden oder Inspektions- und Reparaturarbeiten unter Wasser durch die Tauchgruppe.
Hinzu kommen überregionale Einsätze und Auslandseinsätze.


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